Die Schule
Unter der Herrschaft der lutherischen Grafen von Oettingen wurde Wörnitzstein erstmals unterrichtet; wohl in privaten Häusern. Ein Schulhaus existierte damals noch nicht. Die Landesherren folgten Luthers Aufforderung, durch den Unterricht im Lesen dem gemeinen Volk den Zugang zur verdeutschten Lutherbibel und zu den reformatorischen Schriften zu ermöglichen. Um 1600 wird Christoph Hausbrendlein als Schulmeister genannt, der sich im Alter nach Ebermergen zurückzog.
Wie in ganz Bayern wurde im Jahre 1802 auch in Wörnitzstein die Schule zur Pflicht.
Das erste Wörnitzsteiner „Schul- und Messnerhaus“, 1828 erbaut, stand im Friedhof (beim heutigem Kriegerdenkmal).
Auf Drängen der königl. Regierung wurde 1861/62 mit einem Kostenaufwand von 7411 Gulden das jetzige Schulhaus erbaut und um 1900 mit dem Anbau eines zweiten Schulsaales erweitert. In Wörnitzstein wurde bis zum Jahre 1966 unterrichtet.
Daran anschließend diente das Erdgeschoss der Gemeindeverwaltung und privaten Wohnzwecken. Einen Saal des Obergeschosses nahm der Gesangsverein in Anspruch und er diente auch als öffentliches Wahllokal. Die übrigen Säle und Zimmer belegten später Musikverein, Freiwillige Feuerwehr und die Jugend von Wörtnitzstein.
Auf Betreiben und unter erheblichem Arbeitsaufwand der Vereine (federführend war der Musikverein) wurde das Schulhaus im Erdgeschoss gänzlich umgestaltet. Dach, Fenster, Türen, Treppen, Heizung, Installation, Verputz und Anstrich sind von der Stadt Donauwörth erneuert worden. Das Haus konnte Ende 2000 von Oberbürgermeister Dr. Böswald den Vereinen übergeben werden. Es wird seitdem vom Gesangs-, Musik- und Theaterverein, von der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugend genutzt.
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